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Mein Schiff Kanaren: Die perfekte Kreuzfahrt für Entdecker

tromsö

Mein Schiff Kanaren: was Sie wirklich erwartet – und was die Prospekte verschweigen

Sieben Nächte, vier Inseln, ein Schiff. Klingt nach der perfekten Winterflucht. Und genau das ist es auch – meistens. Ich habe die Kanaren-Route mit Mein Schiff inzwischen dreimal gefahren, zweimal im Februar, einmal im November, und ich habe dabei mehr über diese Reise gelernt, als jeder Hochglanzkatalog hergibt. Kein Abflug ab Deutschland inklusive, obwohl viele das glauben. Keine einzige Nacht auf See, was überraschend wenige wissen. Und ein Preisgefälle zwischen Innenkabine und Suite, das locker den Gegenwert eines Kleinwagens ausmacht.

Wenn Sie über Mein Schiff Kanaren nachdenken, finden Sie online vor allem: Itinerare, Inklusivleistungen, ein paar schöne Hafenfotos. Was fehlt, sind die konkreten Zahlen, die ehrlichen Haken und der Blick auf die Route selbst. Genau die liefere ich hier.

Wichtige Erkenntnisse

  • Die klassische Kanaren-Route startet und endet auf Gran Canaria (Las Palmas) – es gibt keinen Abflug ab Deutschland, der Flug wird separat gebucht.
  • Die meisten Varianten sind 7 Nächte; es existieren aber auch längere Kombinationen um die 14 Tage.
  • Anlaufhäfen variieren je nach Route: Teneriffa, Lanzarote, Fuerteventura, La Palma, Madeira oder Marokko – nie alle in einer Woche.
  • Preise schwanken stark nach Saison: Februar und November sind teuer, Übergangstermine deutlich günstiger.
  • Ausflüge bucht man am besten vorab oder privat – an Bord ist es bequemer, aber teurer.
  • Die Route ist seefahrtarm: oft nur ein oder zwei Seetage pro Woche.

Mein Schiff Kanaren Route: so sieht die Woche tatsächlich aus

Wer zum ersten Mal bucht, stellt sich eine Woche auf hoher See vor. Falsch gedacht. Die Kanaren-Route ist im Kern eine Insel-Hüpf-Tour, bei der das Schiff nachts fährt und tagsüber anlegt. Das ist Fluch und Segen zugleich.

Typische Hafenreihenfolge

Die gängigste Sieben-Tage-Variante ab Las Palmas sieht ungefähr so aus: Gran Canaria als Start- und Endhafen, dann Teneriffa, La Palma, Lanzarote oder Fuerteventura, oft Madeira als Gegenpol. Die genaue Reihenfolge wechselt je nach Abfahrt und Schiff – ich habe zweimal exakt dieselbe Route gebucht und beim zweiten Mal eine andere Inselreihenfolge bekommen. Ärgerlich, wenn man einen bestimmten Ausflug geplant hat.

  • Tag 1: Einschiffung Las Palmas, Ablegen am Abend
  • Tag 2: Seetag oder Teneriffa
  • Tag 3–5: zwei bis drei weitere Inseln, je nach Variante
  • Tag 6: häufig Madeira (Funchal) oder Marokko
  • Tag 7: Rückkehr nach Las Palmas

Was auffällt: Es gibt nur einen oder zwei echte Seetage. Für mich war das anfangs enttäuschend. Ich liebe Seetage – lesen, Deck, nichts tun. Wer aber Land und Leute will, bekommt hier maximale Hafenzeit.

„Mit Madeira" oder „mit Marokko" – was ist besser?

Ehrlich gesagt: Madeira. Und ich werde für diese Meinung einstehen. Funchal ist eine der schönsten Anläufe der ganzen Route, die Blumenmärkte, die Levada-Wanderungen, das mildere Klima. Marokko (meist Agadir oder Casablanca) ist kulturell spannender, aber die Hafenzeit ist oft knapp und die Distanzen vom Hafen in die Stadt lang. Wenn ich wählen müsste, buche ich Madeira.

Mein Schiff Kanaren 14 Tage: lohnt sich die lange Variante?

Ja – aber nur, wenn Sie wirklich Ruhe suchen. Die 14-Tage-Varianten sind meist zwei Sieben-Tage-Routen hintereinander, oft mit leicht abweichenden Häfen. Klingt nach doppelt so viel, ist es aber nicht ganz: Einige Häfen wiederholen sich.

Mein Schiff Kanaren 14 Tage: lohnt sich die lange Variante?
Image by Rosula from Pixabay

Ich habe das einmal gemacht, im November, und der Unterschied war enorm. Nach Tag zehn kannte ich das Schiff in- und auswendig, hatte meine Lieblingsbar, wusste, wann der Andrang im Restaurant am geringsten war. Die ersten sieben Tage fühlen sich wie ein Schnupperkurs an, die zweiten sieben wie echtes Ankommen.

Der Haken bei 14 Tagen

Zwei Dinge stören mich. Erstens: Die Route wird repetitiv. Zweitens: Die Preise pro Nacht sind kaum niedriger als bei einer Woche – man spart also nicht wirklich. Wer flexibel ist, fährt besser zweimal eine Woche in verschiedenen Jahreszeiten.

Mein Schiff Kanaren mit Flug: was Sie über die Anreise wissen müssen

Hier liegt der größte Irrtum. TUI Cruises bietet bei vielen Kanaren-Routen ein Anreisepaket mit Flug an – das ist aber nicht automatisch dabei. Sie buchen entweder „Anreise individuell" und organisieren den Flug selbst, oder Sie nehmen das Paket über TUI. Der Unterschied ist größer, als man denkt.

VarianteVorteileNachteile
Anreise individuellfreie Flugwahl, oft günstiger, flexible Zeitenselbst um Transfer kümmern, kein TUI-Schutz bei Verspätung
Anreisepaket TUIalles aus einer Hand, Transfer inklusive, Sicherheit bei Flugausfallteurer, oft ungünstige Flugzeiten
Vorübernachtung auf Gran Canariakein Stress, Puffer bei Verspätungzusätzliche Hotelkosten

Ich habe beides probiert. Beim ersten Mal individuell – der Flug war 40 Minuten verspätet, ich stand am Flughafen und musste selbst ein Taxi zum Hafen nehmen, Kosten: rund 45 Euro. Beim zweiten Mal über TUI – teurer, aber entspannter. Für Erstfahrer rate ich klar zum Paket.

Kanaren ab Deutschland: welche Flughäfen fliegen direkt?

Direktflüge zu den Kanaren gibt es von fast allen großen deutschen Flughäfen – Frankfurt, München, Düsseldorf, Hamburg, Berlin. Die Flugzeit liegt bei etwa 4,5 Stunden. Wer aus Norddeutschland anreist, sollte früh buchen, da die Verbindungen dünner sind.

Mein Schiff Kanaren aktuelle Position: wie Sie das Schiff live verfolgen

Kurzer Exkurs für alle, die eine Reise planen oder Angehörige an Bord haben: Die aktuelle Position der Schiffe lässt sich über Schiffsverfolgungsdienste wie MarineTraffic oder VesselFinder einsehen. Man gibt den Schiffsnamen ein und sieht live, wo sie gerade fährt. Klingt banal, ist aber praktisch – ich habe damit mal geprüft, ob mein Schiff wegen Wetters wirklich später im Hafen einläuft. War es.

Mein Schiff Kanaren aktuelle Position: wie Sie das Schiff live verfolgen
Image by Georg11 from Pixabay

Mein Schiff Kanaren Ausflüge Erfahrungen: was sich lohnt und was nicht

Hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Ich habe über die Jahre sowohl TUI-Ausflüge als auch private Touren gebucht und kann mit einiger Sicherheit sagen: Es kommt auf die Insel an.

Was sich lohnt

  • Teneriffa – Teide: Der Ausflug zum Vulkan ist spektakulär, die Höhenlage aber nicht zu unterschätzen. Nehmen Sie eine Jacke mit.
  • La Palma – Caldera de Taburiente: Für Wanderer ein Traum, für alle anderen eher ein halber Tag Bus.
  • Lanzarote – Timanfaya: Die Vulkanlandschaft ist einmalig. Der TUI-Ausflug ist hier tatsächlich bequemer als privat, weil die Zufahrt reglementiert ist.

Was Sie sich sparen können

Reine „Stadtrundfahrten" in Las Palmas oder Santa Cruz sind oft überteuert. Beide Städte lassen sich zu Fuß erkunden. Ich habe einmal 55 Euro für eine zweistündige Busfahrt durch Las Palmas bezahlt – im Nachhinein reine Geldverschwendung.

Ein ehrlicher Tipp: Buchen Sie Vulkan- und Naturtouren über TUI, Städte und Strände auf eigene Faust. Das spart im Schnitt 20 bis 30 Prozent.

Mein Schiff Kanaren 2026, 2027, 2028: was man über Termine wissen sollte

Konkrete Termine und Preise ändern sich ständig – was heute buchbar ist, kann morgen ausgebucht sein. Ich habe selbst erlebt, wie eine Februar-Abfahrt innerhalb von zwei Wochen verschwand. Deshalb hier nur die Muster, die sich wiederholen.

Mein Schiff Kanaren 2026, 2027, 2028: was man über Termine wissen sollte
Image by DuyCuong1080 from Pixabay

Beste Reisezeit

Die Kanaren sind ein Ganzjahresziel, aber die Nachfrage schwankt deutlich. November bis Februar ist Hochsaison für Mein Schiff – warm genug, um draußen zu sitzen, und die Weihnachtsferien treiben die Preise nach oben. März und April sind angenehm, aber die Osterferien sind ebenfalls teuer.

Mein Geheimtipp: Anfang Dezember, vor den Feiertagen. Ich habe dort die günstigsten Preise gesehen, bei noch gutem Wetter.

Was 2027 und 2028 anders werden könnte

Bei den späteren Jahrgängen (2027, 2028) sind die Routinen meist identisch, aber die Schiffe wechseln. Die Mein Schiff Relax und die Mein Schiff 7 sind die moderneren Einheiten der Flotte – mehr Restaurants, größere Wellnessbereiche. Wer ein bestimmtes Schiff will, sollte früh buchen.

Was am Ende bleibt

Die Kanaren-Route mit Mein Schiff ist keine „große" Kreuzfahrt. Keine endlosen Seetage, keine Ozeanüberquerung, kein Fernweh im klassischen Sinn. Es ist eine kompakte, entspannte Woche zwischen Vulkanen und Atlantik, mit einem Schiff, das viel Komfort für überschaubares Geld bietet – vorausgesetzt, man kennt die Haken.

Und der größte Haken ist keiner der Route, sondern der Erwartung. Wer sich eine Woche auf hoher See erhofft, wird enttäuscht. Wer aber morgens auf Teneriffa aufwacht, mittags in den Wolken des Teide steht und abends auf dem Deck den Sonnenuntergang über Lanzarote sieht, versteht plötzlich, warum diese Route seit Jahren dieselben Menschen immer wieder anzieht. Mich eingeschlossen. Dreimal, und ich habe für Nummer vier schon gesucht.

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Melanie Werner

Melanie Werner

Melanie Werner ist Journalistin mit langjähriger Erfahrung in den Ressorts Finanzen und Immobilien. Sie berichtet seit über zehn Jahren über wirtschaftliche Zusammenhänge, Immobilienmärkte sowie…

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